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Lagerverwaltung in der Gastronomie: So behältst du Bestände ohne großen Aufwand im Griff

Lagerverwaltung in der Gastronomie heißt: wissen was da ist, nichts verderben lassen und rechtzeitig nachbestellen. Kleine Küchen brauchen dafür kein teures System, sondern drei Dinge: feste Lagerplätze mit Beschriftung, das FIFO-Prinzip beim Einräumen und einen Bestellprozess, der direkt beim Gang durchs Lager beginnt.

Warum Lagerchaos so teuer ist

Lagerhaltung in der Gastronomie wirkt wie ein Thema für ruhige Tage. Bezahlt wird sie aber jeden Tag, meistens ohne dass es jemand aufschreibt. Drei Szenen, die fast jeder kennt:

Das Muster dahinter ist immer dasselbe. Nicht die Ware ist das Problem, sondern die fehlende Ordnung. Wer nicht sieht, was da ist, bestellt entweder zu viel oder zu wenig.

Die Basis: feste Plätze und klare Beschriftung

Bevor du über Software nachdenkst, löse das Problem physisch. Jede Warengruppe bekommt einen festen Ort, und der ändert sich nicht. Trockenlager, Kühlhaus und Tiefkühler werden in Zonen aufgeteilt: Molkerei hier, Gemüse dort, Fleisch und Fisch getrennt, Konserven und Trockenware in eigenen Regalreihen.

Dazu gehören drei Regeln, die im Alltag den Unterschied machen:

Praxistest: Schick einen Aushilfskoch, der seit zwei Wochen da ist, mit dem Auftrag „hol mir zwei Kilo Rispentomaten" ins Lager. Wenn er länger als 30 Sekunden braucht, ist deine Lagerordnung nicht fertig.

FIFO: First in, first out

FIFO ist das wichtigste Prinzip der Lagerverwaltung, und es ist in einem Satz erklärt: Was zuerst reinkommt, geht zuerst raus. Neu gelieferte Ware wird beim Einräumen nach hinten oder nach unten gestellt, die ältere rückt nach vorn und wird als Erstes gegriffen.

Der Punkt ist die Umsetzung. FIFO scheitert nicht am Wissen, sondern am Moment der Lieferung. Wenn der Fahrer um zehn Uhr die Paletten abstellt und alle im Mise en place stecken, stellt jemand die neuen Kisten schnell vorne hin. Genau da entsteht der Verderb, drei Wochen später und ganz hinten im Regal.

Deshalb gehört das Einräumen zu einer Person, die Zeit dafür hat, und es gehört mit der Wareneingangskontrolle zusammen. Beim Einräumen prüfst du ohnehin schon:

Wer Lieferschein und Kiste sowieso in der Hand hat, verliert durch das richtige Einsortieren keine Minute. Wer beides trennt, macht die Arbeit zweimal.

Mindestbestände statt Inventur-Stress

Der häufigste Fehler bei der Lagerverwaltung in der Küche ist der Versuch, alles zu zählen. Das hält kein Team durch. Nach zwei Wochen füllt niemand mehr die Liste aus, und die Zahlen sind falscher als vorher.

Die praktikable Variante sind einfache Mindestmarken für deine Kernartikel. Nicht für 400 Positionen, sondern für die 20 bis 30 Artikel, die täglich laufen und ohne die nichts geht. Die Regel ist bewusst grob:

Klebe die Marke direkt ans Regal, dann muss niemand raten. Beim täglichen Rundgang entscheidest du per Blick statt per Rechnung. Das ist keine Bestandsführung, sondern Sichtkontrolle, und für einen Betrieb ohne Zentrallager reicht sie fast immer.

Ehrlich bleiben: Echte Bestandsführung in Echtzeit, also die Frage „wie viel Rinderfilet ist gerade im Haus", leistet nur ein Warenwirtschaftssystem. Das setzt voraus, dass jeder Wareneingang und jede Entnahme gebucht wird, auch die Sahne, die der Azubi um 19 Uhr aus dem Kühlhaus holt. Ob sich das für dich lohnt, steht im Ratgeber zur Warenwirtschaft in der Gastronomie.

Der Bestellrundgang: wo Lager und Bestellung zusammenkommen

Hier hängt alles zusammen. Der Moment, in dem du im Lager stehst und die Lücke siehst, ist der einzige Moment, in dem du den Bedarf wirklich kennst. Zwei Stunden später im Büro ist die Hälfte davon weg.

Der klassische Ablauf sabotiert genau das. Der Küchenchef geht mit einem Zettel durchs Kühlhaus, kritzelt mit kalten Fingern mit, hängt den Zettel an die Tür, der Sous schreibt drei Positionen dazu, jemand anders auch, und am Abend tippt einer alles noch einmal ab. Dabei fällt die Hälfte der Mengenangaben unter den Tisch, und der Zettel vom Kollegen, der auf Italienisch geschrieben hat, wird zur Ratearbeit.

Genau diesen Teil digitalisiert Pelican. Du gehst durchs Lager und sprichst ein, was fehlt, direkt ins Handy. „Zwanzig Kilo Rispentomaten." Weiter zum nächsten Regal. Kein Zettel, kein Abtippen.

Pelican App: gemeinsame Bestellliste, auf die das ganze Küchenteam beim Lagerrundgang den Bedarf spricht, automatisch nach Warengruppen sortiert

Und um bei der Ehrlichkeit zu bleiben: Pelican führt keine Bestände. Es ersetzt keine Lagerverwaltungssoftware und weiß nicht, wie viel Mehl in deinem Trockenlager steht. Es macht aus dem Lagerrundgang eine fertige Bestellliste. Das ist der Teil, der täglich weh tut.

Vom Lagerrundgang direkt zur fertigen Bestellliste.

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Checkliste Lagerordnung

Zum Ausdrucken und ans Kühlhaus hängen. Wenn du alle Punkte abhaken kannst, hast du deine Lagerhaltung im Griff, ohne einen Euro für Software auszugeben.

Häufige Fragen zur Lagerverwaltung in der Gastronomie

Wie organisiere ich das Lager in der Gastronomie am besten?

Mit drei Dingen: Jede Warengruppe bekommt einen festen, beschrifteten Platz. Neue Ware wird nach dem FIFO-Prinzip hinter die alte geräumt. Und einmal am Tag geht jemand einen kurzen Rundgang durch Trockenlager, Kühlhaus und Tiefkühler und erfasst dabei sofort, was nachbestellt werden muss. Sortiere die Lagerplätze in derselben Reihenfolge wie deine Bestellliste, dann wird der Rundgang deutlich schneller.

Was bedeutet FIFO in der Küche?

FIFO steht für First in, first out. Was zuerst geliefert wurde, wird zuerst verbraucht. Praktisch heißt das: Neue Ware kommt beim Einräumen nach hinten oder nach unten, die ältere rückt nach vorn und wird als Erstes gegriffen. So läuft nichts unbemerkt ab, während vorn die frische Kiste steht. Bei Anbrüchen hilft ein Etikett mit dem Datum, damit jeder im Team sieht, welche Packung dran ist.

Brauche ich eine Lagerverwaltungssoftware für mein Restaurant?

In den meisten Einzelbetrieben nicht. Eine Lagerverwaltungssoftware führt Bestände nur dann korrekt, wenn jeder Wareneingang und jede Entnahme gebucht wird. Genau das passiert im laufenden Service selten. Interessant wird so ein System bei mehreren Standorten, einem Zentrallager oder standardisierten Rezepturen. Vorher bringen Organisation im Lager und ein sauberer Bestellprozess mehr, und zwar sofort. Die Abwägung im Detail steht im Ratgeber zur Warenwirtschaft in der Gastronomie.

Wie oft sollte man das Lager kontrollieren?

Sichtkontrolle täglich beim Rundgang, das dauert wenige Minuten. Gründlicher an den Tagen vor einer Bestellung oder vor dem Vertreterbesuch, damit die Mengen stimmen. Eine vollständige Zählung mit Bewertung machen die meisten Betriebe monatlich, manche quartalsweise. Ausmisten und Anbrüche prüfen gehört einmal pro Woche fest in den Dienstplan.

Wie hilft Pelican bei der Lagerverwaltung?

Ehrlich gesagt nicht bei der Bestandsführung. Pelican weiß nicht, wie viele Kisten in deinem Kühlhaus stehen. Pelican hilft beim Bestellrundgang: Wer durchs Lager geht, spricht den Bedarf direkt ins Handy, in seiner Sprache. Alles landet auf einer gemeinsamen, nach Kategorien sortierten Liste, die der Küchenchef vor dem Vertreterbesuch freigibt. Der Bestellverlauf zeigt später, wann was bei wem bestellt wurde.