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Warenwirtschaft in der Gastronomie: Was kleine Betriebe wirklich brauchen

Warenwirtschaft in der Gastronomie umfasst den kompletten Warenfluss: Bestellung, Wareneingang, Lagerbestand, Verbrauch und Auswertung. Vollständige Warenwirtschaftssysteme bilden all das ab, sind aber pflegeintensiv. Für die meisten kleinen und mittleren Betriebe beginnt funktionierende Warenwirtschaft mit einem sauberen, gemeinsamen Bestellprozess.

Was Warenwirtschaft in der Gastronomie bedeutet

Warenwirtschaft klingt nach Software. Gemeint ist aber erst einmal eine Kette, die es in jedem Betrieb gibt, ob mit System oder ohne. Sie hat sechs Glieder:

1 BedarfAm Dienstag ist die Kiste Rispentomaten fast leer, am Wochenende steht eine Hochzeit mit 80 Gedecken an. Pelican
2 BestellungDer Bedarf geht an den Lieferanten, telefonisch, per Mail oder beim Vertreter, der um 14 Uhr in der Tür steht. Pelican
3 WareneingangDie Lieferung kommt, jemand vergleicht Lieferschein und Kiste und hakt ab. teilweise
4 LagerungDie Ware wandert ins Kühlhaus oder ins Trockenlager, im besten Fall nach dem First-in-first-out-Prinzip. nur WaWi
5 VerbrauchGekocht, verkauft, weggeworfen. Alles drei zieht Ware ab. nur WaWi
6 AuswertungAm Monatsende die Frage, was die Ware gekostet hat und ob die Quote passt. teilweise

Orange markiert ist, was Pelican abdeckt. Beim Wareneingang wird abgehakt, aber kein Bestand gebucht. Bei der Auswertung liefert der Bestellverlauf Mengen und Ausgaben, aber keine Rezepturkalkulation. Ein klassisches Warenwirtschaftssystem deckt alle sechs Glieder ab, wenn es gepflegt wird.

Ein Warenwirtschaftssystem, kurz WaWi, ist der Versuch, diese ganze Kette in einer Software abzubilden und jederzeit auskunftsfähig zu machen. Die entscheidende Frage für deinen Betrieb ist nicht, ob die Kette existiert. Sie existiert. Die Frage ist, welchen Teil davon du digital abbilden willst und welchen Preis du dafür in Arbeitszeit zahlst.

Was ein klassisches Warenwirtschaftssystem leistet

Ein vollwertiges Warenwirtschaftsprogramm für die Gastronomie kann eine Menge, und zwar zurecht:

Das ist kein Marketing, das funktioniert. Wenn die Daten stimmen.

Der Haken: Pflegeaufwand

Ein Warenwirtschaftssystem ist nur so gut wie seine Daten. Und jede einzelne dieser Funktionen setzt voraus, dass jemand füttert:

In einer Küche mit fünf Leuten und vollem Haus passiert genau das nicht. Nicht aus Faulheit, sondern weil zwischen Mittags- und Abendservice niemand die Zeit hat, ein Formular auszufüllen. Das Ergebnis kennt fast jeder, der es probiert hat: ein teures System, Bestände die um Wochen hinterherhinken, und ein Team das den Zahlen nicht mehr traut. Am Ende zählt wieder jemand im Kühlhaus per Hand, und die Software ist eine Lizenz, die im Abo weiterläuft.

Für wen sich der Aufwand trotzdem lohnt: Ketten und Filialbetriebe mit standardisierten Rezepturen. Großküchen und Betriebsgastronomie mit Kalkulationspflicht. Betriebe mit einer eigenen Einkaufsabteilung oder einer Person, deren Job die Datenpflege ist. Wenn du zu dieser Gruppe gehörst, ist ein WaWi-System richtig und dieser Artikel wird dich nicht davon abbringen.

Der pragmatische Einstieg: erst den Bestellprozess in den Griff bekommen

Für alle anderen lohnt ein ehrlicher Blick darauf, wo der Schmerz im Alltag tatsächlich sitzt. Und der sitzt fast nie beim Lagerbestand. Er sitzt beim Bestellen:

Grob geschätzt liegen hier gut 80 Prozent des täglichen Ärgers, und keiner dieser Punkte braucht Bestandsführung. Sie brauchen nur eine gemeinsame Liste, auf die alle schreiben können, und ein Gedächtnis.

Genau diesen Teil digitalisiert Pelican, ohne dass jemand zusätzlich pflegen muss. Das Küchenteam erfasst den Bedarf im Moment, in dem die Lücke auffällt, per Sprache vom eigenen Smartphone. Jeder in seiner Sprache: Tomate, pomodoro und tomatoes landen als ein Eintrag. Die Liste sortiert sich selbst nach Kategorien, der Küchenchef prüft und gibt vor dem Vertreterbesuch frei. Der Bestellverlauf entsteht nebenbei und zeigt dem Inhaber, wann was bei wem bestellt wurde.

Pelican App: gemeinsame Bestellliste, auf die das ganze Küchenteam den Bedarf schreibt, automatisch nach Warengruppen sortiert

Der Unterschied zum Vollsystem steckt im Wort „nebenbei". Niemand bucht etwas, niemand pflegt Stammdaten. Die Daten entstehen als Nebenprodukt der Arbeit, die das Team ohnehin macht. Genau deshalb sind sie nach drei Monaten noch da, während die Bestände im ungepflegten WaWi-System längst Fiktion sind.

Was Pelican nicht macht: keine Bestandsführung, keine Rezepturkalkulation, keine Kassenschnittstelle. Pelican weiß nicht, wie viel Mehl in deinem Trockenlager steht. Es weiß, was dein Team braucht und was du bestellt hast. Wenn du tagesaktuelle Bestände brauchst, ist Pelican das falsche Werkzeug und du solltest zu einem Vollsystem greifen.

Vergleich: Vollsystem oder schlanke Bestell-App

KriteriumKlassisches WaWi-SystemPelican
Bestellung im Teammeist über eine Person am Bürorechneralle gleichzeitig per Sprache vom Handy
Bestandsführungja, in Echtzeit bei sauberer Buchungnein
Rezepturen und Kalkulationja, inklusive Preisverfolgungnein
Bestellverlauf und Historiejaja, entsteht automatisch
Kassenschnittstellemeist vorhandennein
EinrichtungsaufwandStammdaten, Rezepturen, Schulung: WochenBetrieb anlegen, Team einladen: ein Nachmittag
Laufender Pflegeaufwandtäglich buchen, sonst sind die Zahlen falschkeiner, die Daten entstehen beim Bestellen
Hardwareoft Terminal, Scanner, Bürorechnerdie Handys, die das Team schon hat
Kosten pro Monatgrob 50 € bis mehrere hundert € je Umfang29 € Basic bis 5 Nutzer, 59 € Pro unbegrenzt
Geeignet fürKetten, Großküchen, Betriebe mit EinkaufsabteilungRestaurants und Hotelküchen ohne eigene Datenpflege
Die Marktspannen bei den Kosten sind Orientierungswerte und variieren stark nach Anbieter, Modulen und Anzahl der Standorte. Hol dir für deinen Fall ein konkretes Angebot.

Die Tabelle zeigt keinen Gewinner, sondern zwei verschiedene Werkzeuge. Ein Vollsystem beantwortet die Frage „Was habe ich im Haus und was kostet mich mein Gericht?". Eine Bestell-App beantwortet die Frage „Was braucht meine Küche und was habe ich bestellt?". Die zweite Frage stellt sich täglich, die erste bei vielen Betrieben ehrlicherweise einmal im Monat bei der Wareneinsatzberechnung.

Entscheidungshilfe in vier Fragen

Bevor du dir Angebote für ein Warenwirtschaftsprogramm holst, beantworte diese vier Fragen ehrlich:

Wenn du bei den ersten drei Fragen zwei Mal Nein sagst, kauf kein Vollsystem. Es wird nicht gepflegt und liefert dir keine Zahlen, denen du traust. Fang beim Bestellprozess an. Der bringt sofort Ruhe, kostet ein Bruchteil und erzeugt ganz nebenbei die Historie, mit der du deinen Wareneinsatz kontrollieren kannst. Wenn du in zwei Jahren wächst und ein WaWi-System brauchst, gehst du diesen Schritt mit einem Team, das digitales Bestellen längst gewohnt ist.

Fang da an, wo es täglich weh tut.

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Häufige Fragen zur Warenwirtschaft in der Gastronomie

Was ist ein Warenwirtschaftssystem in der Gastronomie?

Ein Warenwirtschaftssystem bildet den kompletten Warenfluss digital ab: Bestellung, Wareneingang, Lagerbestand, Verbrauch über Rezepturen und die Auswertung. Es führt Bestände fort, schlägt Bestellmengen vor und kalkuliert Gerichte. Voraussetzung ist, dass jede Bewegung im System gebucht wird. Genau daran scheitert es in kleinen Küchen meistens.

Was kostet ein Warenwirtschaftssystem für die Gastronomie?

Die Spannen sind groß. Schlanke Cloud-Lösungen für einen Standort liegen grob im Bereich von rund 50 bis 150 € pro Monat, umfassende Systeme mit Kassen- und Lieferantenanbindung erreichen mehrere hundert € pro Monat. Dazu kommen oft einmalige Kosten für Einrichtung, Stammdaten und Schulung. Rechne ehrlich auch die Arbeitszeit für die tägliche Pflege mit. Sie ist meist der größere Posten als die Lizenz.

Gibt es kostenlose Warenwirtschaftssysteme für die Gastronomie?

Kostenlos angebotene Varianten sind fast immer abgespeckte Einstiegsversionen oder zeitlich begrenzte Testzugänge. Sie enden dort, wo es interessant wird: bei der Nutzerzahl, den Schnittstellen oder den Auswertungen. Wichtiger ist aber: Der Preis ändert nichts am eigentlichen Problem. Auch ein kostenloses System muss täglich gefüttert werden. Passiert das nicht, sind die Bestände nach zwei Wochen falsch und die Software wertlos.

Reicht eine Bestell-App statt eines Warenwirtschaftssystems?

Für viele kleine und mittlere Betriebe ja. Der Alltagsschmerz liegt fast immer beim Bestellen: vergessene Ware, Doppelbestellungen, Zettelchaos, keine Historie. Das löst eine Bestell-App ohne Pflegeaufwand. Wer tagesaktuelle Bestände braucht oder jedes Gericht systematisch kalkuliert, kommt an einem Vollsystem nicht vorbei. Worauf du bei der Auswahl achten solltest, steht im Ratgeber zur Bestell-App für die Gastronomie.

Ist Pelican ein Warenwirtschaftssystem?

Nein. Pelican ist eine Bestellplanungs-App für Profiküchen. Das Team erfasst den Bedarf gemeinsam per Sprache oder Tippen, die Liste sortiert sich nach Kategorien, der Küchenchef gibt sie frei, der Bestellverlauf entsteht automatisch. Pelican führt keine Lagerbestände, kalkuliert keine Rezepturen, ist kein Kassensystem und kein Gäste-Bestellsystem. Es deckt den Teil der Warenwirtschaft ab, der täglich weh tut.