Diese AGB gelten für die Nutzung der App „Pelican" und der zugehörigen Dienste, angeboten von Kevin Baur, BSc, Hochstraß 542, 3033 Klausen-Leopoldsdorf, Österreich (nachfolgend „Anbieter"). Vertragspartner ist der Betrieb, der Pelican nutzt bzw. freischaltet (nachfolgend „Kunde").
Pelican richtet sich ausschließlich an Unternehmerinnen und Unternehmer im Sinne des § 1 KSchG bzw. § 14 BGB, die den Vertrag in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit schließen (Gastronomiebetriebe, Hotels, Großküchen u. Ä.). Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist nicht vorgesehen. Verbraucherschützende Bestimmungen – insbesondere ein gesetzliches Widerrufsrecht – finden daher keine Anwendung (siehe Punkt 10).
Pelican ist eine App zur gemeinsamen Bestellplanung für Küchenteams. Der Funktionsumfang umfasst insbesondere: gemeinsame Bestelllisten, Eingabe per Text oder Spracheingabe mit KI-gestützter Erkennung, Kategorisierung, Verwaltung von Lieferanten/Vertretern, Bestellhistorie mit optionaler Preiserfassung, Export- und Teilen-Funktionen sowie Push-Benachrichtigungen. Der Anbieter entwickelt die App laufend weiter; der konkrete Funktionsumfang kann sich ändern.
Die Nutzung setzt die Anlage eines Betriebs und persönlicher Benutzerkonten voraus. Der Kunde benennt verantwortliche Personen (z. B. Küchenchef), die weitere Mitglieder per Einladung hinzufügen und Rollen vergeben. Der Kunde ist für die Vertraulichkeit der Zugangsdaten und für die durch seine Nutzer veranlassten Handlungen verantwortlich.
Neue Betriebe können Pelican 30 Tage kostenlos testen. Während der Testphase ist der volle Funktionsumfang nutzbar. Der kostenpflichtige Vertrag kommt zustande, sobald der Kunde (oder eine von ihm beauftragte Person, z. B. der Betriebsinhaber) einen kostenpflichtigen Tarif über den bereitgestellten Zahlungslink abschließt.
Die Subscription läuft je nach gewähltem Tarif monatlich oder jährlich und verlängert sich automatisch um die gewählte Periode, sofern sie nicht vorher gekündigt wird. Die Kündigung erfolgt jederzeit über das Kundenportal des Merchant of Record und wird zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums wirksam. Bereits gezahlte Entgelte für die laufende Periode werden nicht anteilig erstattet, soweit nicht zwingend anders vorgeschrieben.
Der volle Funktionsumfang steht zur Verfügung, solange ein aktiver Zugang besteht (aktives Abo oder laufende Testphase). Endet der bezahlte Zeitraum ohne Verlängerung, wird der Betrieb in einen eingeschränkten Lesemodus versetzt: bestehende Daten bleiben einsehbar, neue Einträge bzw. Änderungen sind nicht mehr möglich. Durch erneute Freischaltung wird der volle Zugang wiederhergestellt.
Der Kunde verpflichtet sich, Pelican nicht missbräuchlich zu nutzen, keine rechtswidrigen Inhalte zu verarbeiten und die Sicherheit der Dienste nicht zu beeinträchtigen. Der Kunde stellt sicher, dass die Nutzung durch seine Mitglieder im Einklang mit diesen AGB und den geltenden Gesetzen erfolgt.
Da Verträge ausschließlich mit Unternehmern geschlossen werden (Punkt 2), besteht kein gesetzliches Verbraucher-Widerrufsrecht. Sollte im Einzelfall wider Erwarten Verbraucherrecht anwendbar sein, gelten die zwingenden gesetzlichen Bestimmungen vorrangig.
Der Anbieter ist um eine hohe Verfügbarkeit bemüht, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit (kein zugesichertes Service-Level). Wartungsarbeiten, Störungen bei Drittanbietern (z. B. Hosting, KI-Dienst, Zahlungsdienstleister) oder höhere Gewalt können den Betrieb vorübergehend einschränken.
Die KI-gestützte Erkennung von Sprache und Artikeln erfolgt automatisiert und kann fehlerhaft sein; die Verantwortung für die Richtigkeit und Freigabe der Bestellung verbleibt beim Kunden. Im Übrigen haftet der Anbieter im unternehmerischen Verkehr nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Die Haftung für entgangenen Gewinn, Folgeschäden und Datenverluste ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Haftungstatbestände (z. B. nach dem Produkthaftungsgesetz, Personenschäden) bleiben unberührt.
Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragsdauer ein einfaches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung der App im vereinbarten Umfang ein. Alle Rechte an der Software, Marken und Inhalten des Anbieters verbleiben beim Anbieter. Die vom Kunden eingegebenen Inhalte (z. B. Bestelllisten) verbleiben beim Kunden.
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, wird auf Wunsch ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) geschlossen.
Der Anbieter kann diese AGB und die Preise mit Wirkung für die Zukunft ändern. Änderungen werden dem Kunden in angemessener Frist mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht oder nutzt er die Dienste nach Inkrafttreten weiter, gelten die Änderungen als angenommen; andernfalls steht dem Kunden ein Kündigungsrecht zum Wirksamkeitszeitpunkt zu.
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – soweit zulässig – das für den Sitz des Anbieters sachlich zuständige Gericht.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
Stand: Juni 2026