PelicanRatgeber › Digitalisierung Gastronomie

Digitalisierung in der Gastronomie: wo du anfängst und was es wirklich bringt

Digitalisierung in der Gastronomie heißt nicht, alles auf einmal umzustellen. Die wichtigsten Bereiche sind Kasse, Reservierung, Personalplanung, Einkauf und die Kommunikation im Team. Am schnellsten spürbar ist die Digitalisierung des Bestellprozesses: geringes Risiko, kein Hardware-Kauf und das ganze Küchenteam profitiert vom ersten Tag an.

Was Digitalisierung im Gastro-Alltag konkret heißt

Digitalisierung klingt nach Großprojekt, Beratern und einem Budget, das kein Familienbetrieb hat. Im Küchenalltag ist sie viel bodenständiger. Es geht nicht um Roboter am Herd oder künstliche Intelligenz auf der Karte. Es geht darum, Zettel, Zuruf und Excel genau dort zu ersetzen, wo sie jeden Tag Fehler und Sucherei produzieren.

Der Bestellzettel an der Kühlhaustür, der abfällt und verschwindet. Die Reservierung, die auf einem Notizblock steht und beim Schichtwechsel niemand findet. Der Dienstplan, den der Chef sonntags per WhatsApp verschickt und dreimal korrigiert. Das sind die Stellen, an denen Digitalisierung wirkt. Nicht als Prestigeprojekt, sondern als Werkzeug, das eine konkrete tägliche Reiberei wegnimmt. Wer das versteht, geht das Thema entspannt an: ein Bereich nach dem anderen, immer dort zuerst, wo es am meisten weh tut.

Die Bereiche im Überblick

Ein Restaurant besteht aus mehreren Abläufen, die sich unabhängig voneinander digitalisieren lassen. Du musst dich nicht für alle entscheiden und schon gar nicht gleichzeitig. Hier ist der Überblick, damit du weißt, wo du überhaupt ansetzen kannst.

Kasse und Abrechnung

Die Kasse ist in den meisten Betrieben längst digital, oft der am weitesten fortgeschrittene Bereich. Moderne Kassensysteme erfassen Umsätze, splitten Rechnungen und liefern Auswertungen. An Kassensysteme sind gesetzliche Anforderungen geknüpft, die sich je nach Land unterscheiden und regelmäßig ändern. Kläre den aktuellen Stand mit deinem Steuerberater oder Kassenanbieter, statt dich auf pauschale Aussagen zu verlassen.

Reservierung und Gäste

Reservierungstools nehmen Buchungen rund um die Uhr entgegen, auch wenn niemand ans Telefon geht. Sie zeigen die Tischbelegung, reduzieren Doppelbuchungen und erinnern Gäste automatisch an ihren Termin, was No-Shows senkt. Dazu gehört die Gästekommunikation: Bewertungen im Blick behalten, auf Anfragen reagieren, den eigenen Online-Auftritt pflegen. Das ist für viele Betriebe der sichtbarste Hebel nach außen.

Personalplanung

Digitale Dienstpläne ersetzen die Excel-Tabelle und die Sonntagabend-Nachricht. Das Team sieht seine Schichten im Handy, Tauschwünsche laufen geordnet, und die Zeiterfassung läuft direkt mit. Gerade in der Gastronomie mit ihren wechselnden Schichten und Aushilfen spart das viele Rückfragen und Missverständnisse.

Einkauf und Bestellwesen

Hier entsteht täglich Bedarf, und hier gehen täglich Informationen verloren. Wer merkt, dass etwas fehlt, schreibt es auf einen Zettel, ruft es durch oder vergisst es. Digitalisiert bedeutet: Das Team sammelt den Bedarf gemeinsam auf einer Liste, sortiert nach Warengruppen, mit Verlauf, wer wann was bestellt hat. Genau darum geht es weiter unten. Wie ein digitales Werkzeug für den Einkauf aussieht, zeigt der Ratgeber zur Bestell-App für die Gastronomie.

Interne Kommunikation

Übergaben, Absprachen, kurze Infos zwischen den Schichten: Vieles davon läuft über Zuruf oder private Chatgruppen und geht dabei verloren. Digitale Werkzeuge bündeln das an einem Ort, der auch beim Schichtwechsel noch da ist. In gemischtsprachigen Brigaden ist das doppelt wichtig, weil die Sprachbarriere sonst zusätzlich Informationen schluckt. Mehr dazu steht im Ratgeber zum mehrsprachigen Küchenteam.

Buchhaltung und Belege

Lieferscheine, Rechnungen, Kassenbons: Digitale Belegerfassung spart das Schuhkarton-Sammeln und die Zettelwirtschaft am Monatsende. Belege werden fotografiert oder direkt digital übernommen und landen geordnet beim Steuerberater. Das ist weniger sichtbar als eine schicke Reservierungsseite, spart im Hintergrund aber viel stille Arbeit.

Woran Digitalisierungsprojekte in der Gastronomie scheitern

Nicht jede Digitalisierung gelingt. Und fast immer liegt es nicht an der Technik, sondern an der Herangehensweise. Diese vier Muster sieht man am häufigsten.

Die Empfehlung: mit dem Bestellprozess anfangen

Wenn du einen einzigen Bereich zuerst digitalisieren willst, nimm den Bestellprozess. Er ist der Quick Win der Digitalisierung in der Gastronomie, aus vier Gründen:

Genau dafür ist Pelican gebaut. Das ganze Küchenteam erfasst den täglichen Warenbedarf gemeinsam, jeder in seiner Sprache. Die App erkennt das Produkt und führt alles auf einer nach Warengruppen sortierten Liste zusammen. Der Küchenchef gibt sie vor dem Lieferantenbesuch frei, und der Bestellverlauf zeigt, wann was bei wem bestellt wurde. Pelican ist bewusst auf diesen einen Ablauf fokussiert. Es ersetzt keine Kasse und kein Warenwirtschaftssystem, und genau das macht den Einstieg so risikoarm.

In einer Woche digital bestellen

Tag 1: Betrieb anlegen und Team einladen. Als Küchenchef legst du deinen Betrieb an, auf dem iPhone vorab über die Website, auf Android direkt in der App. Danach lädst du deine Mitglieder ein, sie schließen die Anmeldung über den Einladungslink ab.

Tag 2 bis 5: Parallel zum Zettel laufen lassen. Das Team gibt den Bedarf wie gewohnt durch, zusätzlich aber in der App. So gewöhnen sich alle daran, ohne dass etwas kaputtgehen kann.

Ab Tag 6: Zettel weglassen. Wenn die Liste zuverlässig läuft und alle sie nutzen, fällt der Papierweg weg. Die 30-tägige kostenlose Testphase gibt dir genug Puffer, das in Ruhe zu tun.

Fang mit dem Bereich an, der jeden Tag nervt.

Pelican digitalisiert den Bestellprozess deiner Küche ohne neue Hardware und ohne Pflegeaufwand. Läuft auf den Handys, die ihr schon habt. 30 Tage gratis testen.

Betrieb anlegen und 30 Tage testen

Förderungen für die Digitalisierung

Viele Betriebe fragen sich, ob es Geld vom Staat gibt. Die kurze Antwort: oft ja, aber die Details ändern sich ständig. In Deutschland, Österreich und in Südtirol beziehungsweise Italien gibt es je nach Land und Region Zuschussprogramme für die Digitalisierung von Klein- und Kleinstbetrieben. Häufig fördern sie einen Teil der Beratungs- oder Softwarekosten, teils in nennenswerter Höhe.

Konkrete Programmnamen, Fördersätze oder Fristen nennen wir hier bewusst nicht, weil sie sich zu schnell ändern und sich je nach Region stark unterscheiden. Falsche Zahlen wären hier das Letzte, was dir hilft. Der verlässliche Weg: Frag bei deiner Handelskammer beziehungsweise Wirtschaftskammer, beim Handwerks- oder Handelsverband oder beim regionalen Wirtschaftsförderer nach dem aktuellen Stand. Dort weiß man, welches Programm gerade offen ist und ob dein Betrieb die Bedingungen erfüllt.

Häufige Fragen zur Digitalisierung in der Gastronomie

Wo fängt man mit der Digitalisierung in der Gastronomie an?

Am besten dort, wo der Alltagsschmerz am größten und das Risiko am kleinsten ist. Für die meisten Küchen ist das der Bestellprozess oder der Dienstplan. Beides läuft auf vorhandenen Handys, verlangt keine teure Hardware und zeigt vom ersten Tag an einen spürbaren Nutzen. Fang mit einem Bereich an, nicht mit allen auf einmal.

Was kostet die Digitalisierung eines Restaurants?

Das reicht von wenigen Euro bis in den fünfstelligen Bereich. Ein einzelnes Werkzeug für einen Bereich startet oft bei rund 29 € pro Monat. Ein komplettes Kassensystem mit Hardware oder ein vernetztes Warenwirtschaftssystem kann dagegen mehrere tausend Euro kosten. Die günstigste Strategie ist, klein anzufangen und Bereich für Bereich zu digitalisieren, statt alles auf einmal umzustellen.

Gibt es Förderungen für Digitalisierung in der Gastronomie?

Ja, in Deutschland, Österreich und Italien gibt es je nach Region Zuschussprogramme für die Digitalisierung von Kleinbetrieben, oft für Beratungs- oder Softwarekosten. Bedingungen, Höhe und Fristen ändern sich aber laufend und unterscheiden sich stark. Frag am besten bei deiner Handelskammer, Wirtschaftskammer oder dem regionalen Wirtschaftsförderer nach dem aktuellen Stand.

Wie nehme ich mein Team bei der Digitalisierung mit?

Das Werkzeug muss einfacher sein als das, was es ersetzt, sonst kehrt das Team zum Zettel zurück. Berücksichtige die Sprachen in der Küche, damit niemand außen vor bleibt. Und stell nicht per Stichtag um, sondern lass das neue Werkzeug ein paar Tage parallel zum alten Weg laufen. So merkt jeder selbst, dass es schneller geht, und niemand fühlt sich überfahren.

Welche Bereiche im Restaurant kann man digitalisieren?

Die üblichen Bereiche sind Kasse, Reservierung und Gästekommunikation, Personalplanung mit Dienstplan und Zeiterfassung, Einkauf und Bestellwesen, die interne Teamkommunikation und die Buchhaltung mit digitalen Belegen. Du musst nicht alles gleichzeitig angehen. Sinnvoll ist, den Bereich zuerst zu digitalisieren, der im Alltag die meisten Fehler und die meiste Sucherei verursacht.